Lebensmittelsnobismus

Wie in einem früheren Beitrag auf diesem Blog festgestellt, bin ich ein durchaus guter Mensch. In welchem Beitrag fragt sich nun vielleicht der eine oder andere und outet sich dabei als unaufmerksamer Leser. Es sei denn, er meint, dass ja alle  davon handeln … Konkret meine ich aber mein Bekenntnis gegen Rassismus und Ausgrenzung von fremden Lebensmitteln. Nur weil sie nicht aus Deutschland kommen, bedeutet dies nicht, dass sie uns etwas Böses wollen …

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Harte Zeiten für Anglophilie

Harte Zeiten

Brexit, zerstrittene Tories, der Chef der Labourpartei am Ende, Boris Johnson wird sich wieder der Malerei widmen …  und der Rausschmiss bei der EM! Es sind harte Zeiten für Anglophilie! Da ist es beruhigend, wenn man als fanatischer Great-Britain-Fan feststellt, dass die beste Band aller Zeiten gegen den Brexit ist. Madness haben beim diesjährigen Glastonbury-Festival festgestellt, “how easy it was to fool 51.9% of people” … Irgendwie bin ich froh, in diesem Herbst nicht nach GB reisen zu müssen, um die beste Band der Welt zu sehen … One step beyond. Am 3. Oktober im Berliner Tempodrom.

 

Lebensmittelnationalismus

Lebensmittelnationalismus

Der moderne Großstadtmensch, wie man ihn in streng gentrifizierten Stadteilen der westlichen Metropolen antrifft, ähnelt im Grunde seinen Vorfahren, den Höhlenmenschen. Nicht nur trägt er einen Bart und Haare, als wäre die Seife tatsächlich nicht erfunden worden, er ernährt sich auch ökologisch von größtenteils regional produzierten Lebensmitteln.

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Nachbarschaftsstreit

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„Erneut bin ich froh, dass ich nicht in Schweden lebe.“ Das sage ich mir von Zeit zu Zeit, aber in diesem Fall ist es ein Zitat vom dänischen Außenminister Kristian Jensen (Venstre – Danmarks Liberale Parti). Er ist 44 Jahre alt oder erst 44 Jahre alt, wie man wohl im Kreise von Außenministern sagt. Daher hat er Facebook gewählt, um diese Äußerung zu tätigen. Er wohnt ja in Dänemark, wo angeblich die glücklichsten Menschen zu Hause sind. Also kann man verstehen, dass er nicht in Schweden leben möchte. Dort gibt es wahrscheinlich nur die Drittglücklichsten.

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Carried away

Carried away

Woran man merkt, dass man übertrieben anglophil ist? Man kauft einige Flaschen überteuerten Indian Pale Ale, verziert  den selbstgebackenen Meat-Pie mit dem Logo der britischen Ska-Pop-Band Madness und überschüttet ihn mit Unmengen unaussprechlicher Worcestershiresauce.  Während man Menschen, die ihre deutsche Kartoffelsuppe mit Maggi würzen, mit rechtschaffender Verachtung begegnet.

Pappi nouveau

Unsere Art zu essen und uns zu kleiden, zu wohnen und zu arbeiten, uns von A nach B zu bewegen – vieles ändert sich mit der Zeit. Ob das gut oder schlecht ist, muss jeder selbst beurteilen. So ziemlich unverändert aber bleibt die Tatsache, dass Menschen Kinder bekommen, auch wenn die Möglichkeiten und Varianten heute vielfältiger sind. Grundsätzlich funktioniert es jedoch wie immer: die Natur nimmt ihren Lauf und knappe zehn Monate später steht man mit Nachwuchs da.

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Acro-Yoga

Von einer Kollegin habe ich erfahren, dass ihr Ex-Freund einen neuen Job hat. Er unterrichtet Aggro-Yoga. Das war so ein Moment, in dem man sofort hätte nachfragen müssen: was zum Teufel ist das? Habe ich aber nicht gemacht. So konnte ich eine Weile über das Phänomen Aggro-Yoga nachdenken. Sinn ergab es aber nicht.

Yoga kannte ich als Entspannungsübung für Hippies auf dem Land oder Großstadtbewohner, die nach einem anstrengenden Tag (wahlweise in einem furchtbaren Büro mit ebenso furchtbaren Kollegen oder im Café bei einem Flat White und dem Projekt auf dem Laptop) noch mal eben ihr Inneres ich finden wollen. Mit Aggressionen hat das aber alles nichts zu tun. Stimmt auch. Ich hatte mich einfach verhört.
Der gute Mann macht Acro-Yoga. Das sagte mir auch nichts und wieder hatte ich nicht nachgehakt … doch wozu gibt es das Internet?

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Auf alles vorbereitet

Eine Freundin ist schwanger. Also – nicht so eine Freundin, es ist ihr Ehemann, der daran schuld ist. So weit, so gut.

Schwangere gab es immer, die fortdauernde Existenz der Menschheit ist ein vorzüglicher Beweis. Heutzutage behandelt man aber die Angelegenheit wie ein Wunder oder zumindest wie etwas vollkommen Neues. Wie das Ganze geht, haben wir wohl in der Schule erfahren, obwohl ich nicht weiß, wie das in streng katholischen Gegenden gehandhabt wird. Bei uns zumindest wurden Tatsachen geschaffen und Ziel des Aufklärungsunterrichts schien zu sein, darüber zu informieren, wie das Ganze zu vermeiden ist. Aber ich komme ja auch aus einem fast heidnischen Land.
Besagte Freundin hat mir bestätigt, dass es sich um etwas vollkommen Neues handelt, das bestimmt nur sehr wenige Frauen erlebt haben.

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