Goldene Zeiten

Wir leben in goldenen Zeiten, ja, in goldenen Zeiten des Fernsehens. Zumindest, wenn man Zugang zu einem anständigen Streaming Dienst hat und am Wochenende stundenlang ungestört vor der Glotze abhängen kann. So wie ich und all die anderen kinderlosen Egoisten ohne spürbares Verlangen, etwas vermeintlich Sinnvolles zu machen.

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Zukunftsaussichten

Bekanntlich liegen wir Menschen nicht immer richtig, vor allem nicht, wenn wir uns daran wagen, Zukunftsprognosen abzugeben. Man glaubte, dass sich die Eisenbahn nicht durchsetzen wird, da Menschen bei Geschwindigkeiten von über 30 km/h angeblich geisteskrank werden. ICE, TGV und alles, was in Japan herumfährt, lassen grüßen. Thomas Watson, damals Chef von IBM, sagte 1943: „Ich denke, dass es einen Weltmarkt für vielleicht fünf Computer gibt.“ Ende des 19. Jahrhunderts hat ein Mitarbeiter des US-Patentamtes prophezeit, dass alles was man erfinden kann, schon erfunden wurde. Auch wenn er tatsächlich daran geglaubt hat, kommt es einem selten dämlich vor, so etwas laut auszusprechen, wenn das eigene Einkommen davon abhängt ist, dass neue Erfindungen gemacht und zum Patent angemeldet werden.

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Was im Job wirklich zählt …

Wer einmal ein Problem mit seinem Computer hatte, also jeder, der jemals einen Computer besessen hat, versucht meist, in den verschiedenen Menüs herumzuklicken, in der Hoffnung auf einen eindeutigen Hinweis zu stoßen. Obwohl beliebt, hat diese Methode bislang nie geholfen, weshalb man sich dann überlegt, wer im Freundeskreis helfen könnte. Selbst muss ich in dieser Situation feststellen, dass nur Personen in Frage kommen, deren Namen mir nicht ganz klar und deren Telefonnummer vollkommen unbekannt sind. Leute, die man einmal jährlich beim Geburtstag eines gemeinsamen Freundes trifft. Hier um einen Gefallen zu bitten, wäre peinlich. Es ist davon auszugehen, dass die Hälfte aller verkauften Computer auf genau diesen Sachverhalt zurückgeht.

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Post

Wenn ich zu einem Feiertag wie Ostern oder Weihnachten eine Reise mit dem Auto plane,  versuche ich mir zu überlegen, welche die günstigste Abfahrtzeit sein könnte. Alles erscheint mir klüger als die Abreise um acht Uhr morgens am ersten Tag der Schulferien. Aber auch andere Verkehrsteilnehmer glauben schlau zu sein. Zumindest steht man dann mit anderen klugen Köpfen im Stau. Dass viele nicht anders können, ist mir klar. Wer aber flexibler ist, kann zumindest versuchen, das schlimmste Verkehrsaufkommen zu vermeiden.

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Klimawandel – SUV, SUV – Klimawandel

 

Es hat wieder reingeregnet. Nicht schlimm, aber wenn sich Starkregen und Wind gegen 100jährige Kassettenfenster zusammentun, gibt es Wasser auf dem Boden. Wenn es dazu der kräftigste Regen ist, den ich in meinem ganzen Leben gesehen habe, dann braucht man einen extra Lappen. Zum Glück waren wir zu Hause und sind inzwischen recht routiniert nach so einem Wetterangriff.

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Alles neu, aber beim Alten (Kaffee, Teil 1)

In der Werbung für Kaffee ging es bis Ende der 80er Jahre nur um das Eine. Filterkaffee. Darboven, Tchibo und Jakobs – sie alle wollten uns überzeugen, sie würden die besten Bohnen anbieten. Wer die Spots kennt, weiß, es ging unglaublich spießig zu. Hausfrauen, die über ihr Unvermögen verzweifelten, den eigenen Ehemann auf der Kaffeefront zufriedenzustellen. Geburtstagsfeten (ja, damals gab es keine Partys), welche durch die falsche Kaffeesorte zum Desaster zu werden drohten und natürlich dieser aufdringliche Mann, der gleich einem Zeugen Jehovas seinen Opfer an der Haustür auflauerte („Schön, dass Sie uns besuchen, Herr Darboven!“).

Alles falsch - keine Crema, zusammengefallener Bauschaum.
Alles falsch – keine Crema, zusammengefallener Bauschaum.

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Vanilla-Caramel-Salted-Popcorn-Eis-Cream

Ist, was neu ist, immer besser? Oder ist, wer neu isst, immer besser?

Eine Eissorte - really!

Oben: eine Eissorte in Berlin 2017

 

Die Entwicklung steht ja bekanntlich nie still, man gewinnt lediglich gelegentlich diesen Eindruck, wenn man sich die Lage der Welt ansieht. Die Anzahl von Menschen, deren Vorstellungen bereits nach Ablauf des 16. Jahrhunderts nicht mehr en vouge waren, scheint von Tag zu Tag zuzunehmen. Was diese Menschen essen, kann ich natürlich nicht wissen. Ich glaube aber zu wissen, was sie NICHT essen. Zum Beispiel „Vanilla-Caramel-Salted-Popcorn-Eis-Cream“.

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Lebensmittelnationalismus

Lebensmittelnationalismus

Der moderne Großstadtmensch, wie man ihn in streng gentrifizierten Stadteilen der westlichen Metropolen antrifft, ähnelt im Grunde seinen Vorfahren, den Höhlenmenschen. Nicht nur trägt er einen Bart und Haare, als wäre die Seife tatsächlich nicht erfunden worden, er ernährt sich auch ökologisch von größtenteils regional produzierten Lebensmitteln.

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Lebensmittelsnobismus

Wie in einem früheren Beitrag auf diesem Blog festgestellt, bin ich ein durchaus guter Mensch. In welchem Beitrag fragt sich nun vielleicht der eine oder andere und outet sich dabei als unaufmerksamer Leser. Es sei denn, er meint, dass ja alle  davon handeln … Konkret meine ich aber mein Bekenntnis gegen Rassismus und Ausgrenzung von fremden Lebensmitteln. Nur weil sie nicht aus Deutschland kommen, bedeutet dies nicht, dass sie uns etwas Böses wollen …

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